Unglaublich, über welche Suchanfragen man bei Google auf diesem Blog landen kann! Hier die Top 10:
1) Effizienz-Divergenz
2) Schwulenstrich Bonn
3) mentale Konten
4) Schwulenstrich Bielefeld
5) Vorstellungsvorträge 2008 Psychologie
6) dit Berlin
7) Berlin Philosophiekurse
8) Kerner immer wenn Deutschland
9) Rey-Osterrieth Figur
10) IQ 120 Wiederholungen der 4
Dienstag, 24. Juni 2008
Dienstag, 17. Juni 2008
Selbstwahrnehmungstheorie und kontaktfreudige Zyklopen
In umgekehrter Reihenfolge.
Heute war ich das vorletzte Mal zur Arbeit. Mein Büro liegt recht abgeschieden zwischen Standesamtlicher Meldestellefür die Blitzhochzeit vor der Entbindung, Sozialdienst, und Epilepsieambulanz. Um die Post abzuholen muss ich allerdings quer durchs Gebäude an der Neurologiestation vorbei. Im Aufzug dorthin stieg eine einäugige Rollstuhlfahrerin dazu, die prompt fragte, wie's mir denn ginge. Ganz perplex hab ich geantwortet und zurückgefragt, was denn mit dem Auge sei. Unfall mit Fahrerflucht. Dann war sie schon wieder weg und wünschte mir noch gute Besserung.
Frage: Wie fertig seh ich eigentlich im Moment aus?
Heute war ich das vorletzte Mal zur Arbeit. Mein Büro liegt recht abgeschieden zwischen Standesamtlicher Meldestelle
Frage: Wie fertig seh ich eigentlich im Moment aus?
Montag, 9. Juni 2008
Johannes Bayes Kerner
Deutschland hat gestern also zwonull gewonnen und die Dreierkette um Johannes B. Kerner sieht Deutschland schon als Europameister. Und meint, dafür auch noch gute Argumente zu haben. Denn: Jedesmal, wenn Deutschland die EM gewonnen hat, hat die deutsche Mannschaft auch das Eröffnungsspiel für sich entschieden. Also kann man schonmal den Siegessekt kaltstellen bzw. das Siegesbier warmstellen.
Nee, natürlich nicht. Denn immer, wenn ich auf der Straße Geld gefunden hab, bin ich morgens aufgestanden. Dann wird ja heut mein Glückstag! Dass das absoluter Quatsch ist, liegt auf der Hand. Nicht nur weil ich eigentlich Diplomarbeit statt blog schreiben sollte.
Was auch immer das B. bei Johannes B. Kerner bedeuten soll, es heißt sicherlich nicht Bayes.
Nee, natürlich nicht. Denn immer, wenn ich auf der Straße Geld gefunden hab, bin ich morgens aufgestanden. Dann wird ja heut mein Glückstag! Dass das absoluter Quatsch ist, liegt auf der Hand. Nicht nur weil ich eigentlich Diplomarbeit statt blog schreiben sollte.
Was auch immer das B. bei Johannes B. Kerner bedeuten soll, es heißt sicherlich nicht Bayes.
Samstag, 17. Mai 2008
Nachträglich alles Gute
Noch 45 Tage Berlin. Danach 22 Tage Bad Salzuflen. Dann 25 Tage Jena. Und dann endlich Bonn. Gruselig, wenn der Zeitplan so eng wird.
Am 30. April war ich im 1. Mai. Nee, nicht so zeitzonentechnisch, sondern cineastisch. Der Untertitel und das Plakat (Helden bei der Arbeit) lassen schlimmeres Vermuten, doch dahinter verbirgt sich ein Film über den 1. Mai in Berlin aus 3 verschiedenen Perspektiven, die von unterschiedlichen Regisseuren erzählt werden. Bis auf das übertriebene Ende absolut sehenswert! Und weil's die Premiere war, lief konnte ich mich auch mit Ulf in einer Bierschlange einreihen.
Und jetzt: Sachen Packen und ab nach Bielefeld!
Am 30. April war ich im 1. Mai. Nee, nicht so zeitzonentechnisch, sondern cineastisch. Der Untertitel und das Plakat (Helden bei der Arbeit) lassen schlimmeres Vermuten, doch dahinter verbirgt sich ein Film über den 1. Mai in Berlin aus 3 verschiedenen Perspektiven, die von unterschiedlichen Regisseuren erzählt werden. Bis auf das übertriebene Ende absolut sehenswert! Und weil's die Premiere war, lief konnte ich mich auch mit Ulf in einer Bierschlange einreihen.
Und jetzt: Sachen Packen und ab nach Bielefeld!
Mittwoch, 7. Mai 2008
Kübler-Ross in 48 Stunden
Nur kurz: Ich werde Berlin verlassen. Um in Bonn am Max-Planck-Institute for Research on Collective Goods zu promovieren. Mit nur 3 Tagen Inkubationszeit nach dem Vorstellungsvortrag wurde mir ein Promotionsstipendium in der International Max Planck Research School on Adapting Behavior in a Fundamentally Uncertain World angeboten - leider nicht für Berlin, sondern für Bonn. Am 1. Juli solls losgehen. Und das bedeutet: Bis Im Juli diplomiert und nach Bonn gezogen sein. Und das bedeutet: mächtig reinhauen.
Mächtig reingehauen hab ich schon mit der Bewältigung des absehbaren Berlinverlusts: Schock und Verleugnung geschahen von Montag bis Dienstag auf der Rückfahrt nach Berlin. Wut hab ich irgendwie übersprungen. Verhandlung dauerte bis Dienstag abend, unterbrochen von Depression. Und ab heute morgen, ermuntert durch netten E-Mail-Verkehr mit einer potentiellen Arbeitskollegin und offenen Ohren und Worten aus Bielefeld und Bad Salzuflen, herrscht die Testphase. Und dann bald wahrscheinlich Akzeptanz.
Wenn der restliche Teil auch so schnell klappt bin ich zuversichtlich...
Mächtig reingehauen hab ich schon mit der Bewältigung des absehbaren Berlinverlusts: Schock und Verleugnung geschahen von Montag bis Dienstag auf der Rückfahrt nach Berlin. Wut hab ich irgendwie übersprungen. Verhandlung dauerte bis Dienstag abend, unterbrochen von Depression. Und ab heute morgen, ermuntert durch netten E-Mail-Verkehr mit einer potentiellen Arbeitskollegin und offenen Ohren und Worten aus Bielefeld und Bad Salzuflen, herrscht die Testphase. Und dann bald wahrscheinlich Akzeptanz.
Wenn der restliche Teil auch so schnell klappt bin ich zuversichtlich...
Mittwoch, 23. April 2008
hypersomatognosia
Der Frühling dauerte präzise 48 Stunden. Heute war der erste Sommertag. Es roch nach allerlei Grillgut, Hundepisse, warmem Bürgersteigpflaster und Sonnenluft. Die Kneipen waren wie leergefegt und die Sonntagstraße beging ein kleines Straßenfest. Und mir gings gut.
Das sagt ein Asomatognostiker über diverse seiner Körperteile. Mir fehlen grad diverse meiner Körperteile, die sich vermutlich in den Zug nach Bielefeld geschlichen haben. Mal sehen wie lange ich ohne sie so auskomme.
Das ist nicht meins!
Das sagt ein Asomatognostiker über diverse seiner Körperteile. Mir fehlen grad diverse meiner Körperteile, die sich vermutlich in den Zug nach Bielefeld geschlichen haben. Mal sehen wie lange ich ohne sie so auskomme.
Dienstag, 15. April 2008
Von Spielern und Psychologen
Kennt man ja: Man steht am Roulettetisch und sieht, wie der Nebenmann mit seinem Einsatz auf "schwarz" zehnmal hintereinander abräumt. Und weil man ja erstens weiß, dass "schwarz" und "rot" gleich häufig fallen, und zweitens jetzt schon zehnmal hintereinander schwarz gefallen ist, denkt man sich: So, alles auf rot!
Und schwupps begeht man den Trugschluss des Spielers: Die Wahrscheinlichkeit, dass "rot" fällt, ist nicht mehr unabhängig vom vorherigen Durchgang.
Psychologen kennen das und lächeln nur milde. Und begehen milde lächelnd denselben Trugschluss, wenn man die Geschichte anders verpackt. Zum Beispiel so wie Kahneman.
Die meisten Versuchspersonen tippten auf 100. Doch damit nahmen sie an, dass der überdurchschnittliche IQ von den restlichen 49 Kindern ausgeglichen wird - und damit sind diese Ereignisse nicht mehr vom vorherigen Ereignis unabhängig. Da man über die Kinder nichts weiß, sollte man für jedes einen IQ von 100 annehmen, so dass
150 + (49 x 100) / 50 = 101.
Und: Einen IQ von 150 zu schätzen wäre nicht unbedingt ein Trugschluss...
Und schwupps begeht man den Trugschluss des Spielers: Die Wahrscheinlichkeit, dass "rot" fällt, ist nicht mehr unabhängig vom vorherigen Durchgang.
Psychologen kennen das und lächeln nur milde. Und begehen milde lächelnd denselben Trugschluss, wenn man die Geschichte anders verpackt. Zum Beispiel so wie Kahneman.
The mean IQ of the population of eigth graders in a city is known to be 100. You have selected a random sample of 50 children for a study of educational achievements. The first child tested has a IQ of 150. What do you expect the mean IQ to be for the whole sample?
Die meisten Versuchspersonen tippten auf 100. Doch damit nahmen sie an, dass der überdurchschnittliche IQ von den restlichen 49 Kindern ausgeglichen wird - und damit sind diese Ereignisse nicht mehr vom vorherigen Ereignis unabhängig. Da man über die Kinder nichts weiß, sollte man für jedes einen IQ von 100 annehmen, so dass
150 + (49 x 100) / 50 = 101.
Und: Einen IQ von 150 zu schätzen wäre nicht unbedingt ein Trugschluss...
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