Montag, 2. November 2009

optimism bias

Heute ist Montag, der 2. November. Gestern ist meine Monatsfahrkarte der BVG abgelaufen (die gelten hier netterweise auch noch am 1. des Folgemonats) und ich warte darauf, mich an der FU einzuschreiben und dann auch endlich ein Berliner Semesterticket zu bekommen. Der Plan war: die Strecke (17 km) einfach mit dem Fahrrad fahren, bis ich das Ticket hab. Leider war gestern auch der letzte Tag mit fahrradtauglichem Wetter auf absehbare Zeit:



Ich hab mir dann heute vom Gebrauchtfahrkartenhändler an der Ecke eine Tageskarte gekauft und steige wohl auf Wochenticket um...

PS: Der Titel könnte mir einigen Ärger bereiten: der kommt nämlich aus der Heuristics and Biases - Ecke, und auf die ist mein Alma Pater nicht so gut zu sprechen. Wer dem allerdings vorwirft, Heuristiken für alles aus dem Ärmel zu schütteln, sollte sich mal diese Liste ansehen. Da gibts Namen für alles, was man nur möglicherweise im Bereich Denken, Entscheiden und Urteilen machen kann. Und auch fürs Gegenteil.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Licht aus...

Film ab.

So geschehen am Samstag Abend. Schon seit Juli wollte ich (500) days of summer sehen und nahm die kinogesättigte Begleitung und mich mit in den einzigen Lichtspielpalast in der Nähe, wo es den Film im Original und ohne Untertitel zu sehen gab.

Um es gleich zu sagen: der Film lügt, aber das ist nicht schlimm. Denn eigentlich hat er Recht. Wo auch immer sich der Film zu Wort meldet: er will partout kein Liebesfilm sein. Gleich am Anfang wird klargemacht: Tom liebt Summer, Summer glaubt nicht an Liebe. Und zwischen Anfang und Ende wird erzählt, naja, was dazwischen eben so passiert ist. Also nicht der genretypische Spannungsbogen in Form des Höhenprofils einer Alpes d'Huez Etappe, hier gibts eher moderate Berge und Täler in wechselnder Folge, so wie man das aus eigenen Beziehungen kennt. Letztlich konzentriert sich der Film darauf, was Liebe eigentlich ist: ein Gefühl, dass da ist oder eben nicht. Leider siegt am Ende doch der Drang, die Geschichte abzuschließen statt es gut sein zu lassen. Die letzte Viertelstunde ist, wenn auch schön erzählt, vorhersagbar. Da werde ich mir 500 days of autumn lieber schenken...
Trotz allem: sehenswert!

Und jetzt? Musik! (vom Soundtrack)

Donnerstag, 12. März 2009

noch näher...

Nach langer Terminsuche war ich letzte Woche endlich in Berlin, um am dortigen Institut meine Ideen vorzustellen. Und auszuloten, ob ich dem allgemeinen Trend folgen und Rhein gegen Spree tauschen kann. Hat geklappt, vor allem dank einer engagierten Betreuerin, die beim Frühstücksvortrag zwischen Brötchenschmieren und Kaffeetrinken auf die Schwingung zwischen mir und den anderen Frühstückern geachtet hat. Nachdem alles reibungslos lief wurds zwischendurch doch nochmal spannend, und ich durfte das Gefühl haben, mich zwei Tage umsonst gefreut zu haben. Jetzt steht wohl alles, und ich werde zum 1. Mai reberlinert. Und wer Symbolik mag (wie mein pathetisches Ich zuweilen): Am 30.4.2008 hatte ich das Auswahlgespräch in Jena, das mich nach Bonn verschlagen hat. Und nicht, wie angedacht, nach Berlin.

Untypischerweise hatte ich diesmal sogar eine Wohnung vor der Stelle. Nämlich genau hier:


Ich bleibe Friedrichshain also treu, auch wenn mich die Einheimischen schon ins günstiger gelegene Schönefeld abschieben wollten. Nix da.

Zwischen Vortrag und endgültiger Entscheidung gabs noch Wien. Logiert wurde stadtgemäß in einem Appartement nah am Stephansplatz, mit bemalten Tapeten, zunehmend auseinanderdiffundierendem Kronleuchter, schweren Vorhängen und Dielenboden. Wetterbedingt waren wir eher überdacht unterwegs, also in Museen und Kaffeehäusern. Erkentnisse des Wochenendes:

1 Kinderwurst heißt in Wien Extrawurst.
2 Kaffee Verkehrt ist Milchkaffee.
3 Böse Jungs und Mädels mit österreichischem Akzent können nicht böse wirken.
4 Sonntags gibts partout keinen Bäcker der aufhat.

Diese weltbewegenden Erkenntnisse lasse ich sacken und mach Schluß. Auf bald.

Musik: Peter Fox - Alles neu.

Freitag, 27. Februar 2009

So nah dran

Ich warte schon so lange,
auf den einen Moment.
Ich bin auf der Suche,
nach 100 %.
Wann ist es endlich richtig,
wann macht es einen Sinn?!
Ich werde es erst wissen,
wenn ich angekommen bin.

Ich will sagen:

So soll es sein,
so kann es bleiben.
So hab' ich es mir gewünscht.
Alles passt perfekt zusammen,
weil endlich alles stimmt
und mein Herz Gefangen nimmt.

Wenn es da ist werd ich feiern.
Ich weiß da ist noch mehr.
Es liegt noch soviel vor mir.
Ich lauf noch hinterher.
Bis jetzt fühl ich nur die Hälfte,
von allem was geht.
Ich muss noch weitersuchen,
weil immernoch was fehlt.

Ich will sagen:

So soll es sein,
so kann es bleiben.
So hab' ich es mir gewünscht.
Alles passt perfekt zusammen,
weil endlich alles stimmt
und mein Herz Gefangen nimmt.

Ich weiß nicht wo du bist
oder wo du wohnst.
Aber eins ist sicher,
dass es sich lohnt.
Ich bete jede Nacht, dass ich dich finde.

Und du sagst:

So soll es sein,
so kann es bleiben.
So hab' ich es mir gewünscht.
Alles passt perfekt zusammen,
weil endlich alles stimmt.

So soll es sein,
so kann es bleiben.
Genauso ist es gut.
Alles passt perfekt zusammen,
weil endlich alles in mir ruht.

Ich & Ich: So soll es bleiben

Freitag, 26. September 2008

fertig...

Ich komm grad vom Copyshop wo meine Diplomarbeit gebunden wird. Genau 100 Seiten sind geworden, plus Literatur und Anhänge. Leider alles in Sehbehindertenversion, da sich die 12 in der Schriftgröße als Arial 14 entpuppte. Aber dann hat man beim Lesen was zu tun...

Ich pack jetzt meine Sachen und geh schlafen.
Adieu.

Donnerstag, 25. September 2008

*whoops*

Das war der letzte große Schritt - die *tadadadaaa* DANKSAGUNG ist geschrieben. Hätt ich vorher gewusst dass man da länger dransitzt als am Fazit...

Die Kunst des Danksagungsschreibens ist es, niemanden zu vergessen, die richtige Reihenfolge zu wählen, witzig, aber nicht peinlich zu werden. Und darin, dass man für jeden, dem man später ein Exemplar in die Hand drücken will, eine eigene schreibt. Mit der Person ganz oben, versteht sich.

Ich geh jetzt ins Bett und schäm mich schonmal für den Schmu, der in den letzten Stunden entstanden ist und morgen korrigiert werden will. Morgen Layout, Übermorgen Urlaub. Überübermorgen ganze Sätze. Gut Nacht.

Donnerstag, 18. September 2008

Für Titel grad kein Platz im Kopf

Kaffeepause. Die Diskussion ist ein zäher Brocken und sträubt sich gegen Annäherungsversuche. Auch mit der Heizung hatte ich heut kein Glück - zich mal den kleinen Pömpel reingedrückt, worauf hin das Gas zündet, um dann mit einem steten Ticken wieder auszugehen. Blödes, faules, gemeines Technikzeugs! Gut dass ich garade den Abschnitt zu Anthropomorphisierung von Glücksspielautomaten geschrieben hab, dann weiß ich weigstens worüber ich fluche.

Ich reihe jetzt weiter Wörter aneinander und stelle sie solange um, bis es gut klingt.
Erkenntnis des Tages: Kopftücher eignen sich hervorragend als Freisprecheinrichtungen!